Angesichts ständig steigender Energiekosten sind Autofahrer auf der Suche nach Alternativen, um ständig steigenden Kraftstoffkosten aus dem Weg zu gehen. Flüssiggas ist die kostengünstige und umweltfreundliche Alternative für Neufahrzeuge. LPG (engl. LPG = Liquified Petroleum Gas) - Flüssiggas und auch Autogas genannt - ist ein Gemisch aus Propan und Butan. Im Vergleich zu anderen Kraftstoffen entstehen beim Einsatz von Autogas in Neufahrzeugen deutlich weniger Abgasemissionen. Der Kraftstoff Autogas ist nahezu schwefelfrei und die Verbrennung erfolgt fast ohne Ausstoß von Ruß. Zudem verursachen Autogas-Neufahrzeuge bis zu 50 Prozent weniger Lärm als Dieselfahrzeuge.
Flüssiggas ist ein Kohlenwasserstoff, der unter relativ geringem Druck verflüssigt und dann nur etwa 1/260 seines gasförmigen Volumens einnimmt. Flüssiggas zeichnet sich durch einen hohen Energiegehalt aus. Es eignet sich als Kraftstoff ebenso gut wie Benzin, Diesel oder Erdgas. Die Qualitätsanforderungen an Autogas sind europaweit einheitlich in der DIN EN 589 geregelt und ermöglichen somit einen problemlosen grenzüberschreitenden Einsatz in Neufahrzeugen.
Autogas als Antriebsenergie senkt die Kraftstoffkosten und schont die Umwelt. Der Einsatz in herkömmlichen Otto-Motoren ist problemlos. Ein privater Pkw-Nutzer fährt bei ausschließlichem Autogas-Betrieb bereits nach etwa zweieinhalb Jahren in der Gewinnzone. Berechnungsgrundlage ist eine jährliche Fahrleistung von 30.000 Kilometern und ein Verbrauch von acht Litern auf 100 Kilometern. Denn: Autogas ist derzeit immerhin rund 80 Cent pro Liter günstiger als Super-Benzin.
Autogasfahrzeuge können schon heute einen effektiven Beitrag leisten, die vom Straßenverkehr verursachten Umweltbelastungen erheblich zu reduzieren, ohne jedoch Umweltschutz in einen Verzicht auf Mobilität münden zu lassen. Die wachsende Bedeutung des Umweltschutzes, aber auch die Erkenntnis der Bundesregierung, dass nur eine drastische Reduzierung der Kraftstoff-Emissionen eine spürbare Verbesserung bringen wird, führte letztlich zu der Entscheidung, den Einsatz gasbetriebener Fahrzeuge steuerlich zu fördern. Nicht zuletzt auch die Regelung der Umweltzonen macht den Einsatz von Autogas in Neufahrzeugen zur sinnvollen Alternative.
Der TÜV Bayern-Sachsen hat alternative Kraftstoffe detailliert geprüft und miteinander verglichen. Im Endergebnis bescheinigen die Experten Autogas eine hervorragende Umweltbilanz. Vergleichbare Resultate erreichen lediglich Wasserstoff und Erdgas.
- LPG + Benzin ergeben große Reichweite
- Reduzierung der Treibstoffkosten
- problemloser Einbau in Ihr Fahrzeug
- einfache Betankung
- dichtes Netz von Tankstellen im In- und Ausland
- Wertsteigerung des Fahrzeugs
- Autogas bis 2018 steuerbegünstigt
- Umrüstungen bei HVT Automobile für Seat, Dacia, Skoda und Suzuki möglich
Die Autogastechnik steht für die nachträgliche Umstellung von Benzinfahrzeugen ebenso zur Verfügung wie für Neuwagen. Autogas bietet den Vorteil, dass es in herkömmlichen Otto-Motoren auf einfache Weise eingesetzt werden kann. Dies ermöglicht den Antrieb wahlweise mit Autogas oder Benzin (so genannter bivalenter Antrieb). Per Knopfdruck kann bei einem bivalenten Antrieb - auch während der Fahrt - von Autogas- auf Benzinbetrieb gewechselt werden. Damit ist auch bei einem einmal leeren Gastank eine Weiterfahrt ohne Unterbrechung möglich. Der bivalente Antrieb garantiert somit eine deutlich größere Reichweite.
Die in Pkw und leichten Nutzfahrzeugen eingesetzte Autogastechnik ist bisher noch durchweg für den bivalenten Antrieb ausgelegt. Bei Nachrüstungen wird hierbei mittels eines speziellen Einbausatzes in einem serienmäßigen Benzinfahrzeug die zusätzliche Nutzung von Autogas ermöglicht. Der eigentliche Benzinbetrieb bleibt davon unberührt.
Wichtigstes Kriterium für eine bivalente Autogasanlage ist, dass sie mit der in dem umzurüstenden Benzinfahrzeug jeweils eingesetzten Neufahrzeug-Technologie kompatibel ist. Dies hat im Laufe der Jahre zur Entwicklung verschiedener Autogastechnologien geführt. Die am Markt vorhandenen Autogassysteme lassen sich in so genannte Venturisysteme (selbst ansaugende Systeme) und Einspritzsysteme unterteilen.
Von Ihrem Reserveradmuldentank geht eine Leitung zu einem Verdampfer, welche im Kühlwasserkreislauf eingebunden ist, um das flüssige Gas in gasförmiges Gas zu wandeln. Dieses Gas wird dann mittels spezieller Einspritzdüsen direkt in den Ansaugtrakt des Motors eingeblasen. Gleichzeitig wird dieses Gas auf den für die Gemischbildung notwendigen Druck reduziert. Moderne Autogassysteme ähneln prinzipiell einer Benzineinspritzanlage und erfassen zur Regelung der Gemischbildung eine Vielzahl von Motorkenngrößen. Sie führen dabei das Gas mit Überdruck in separaten Leitungen direkt bis vor die Einlassventile der einzelnen Zylinder. Ein Mikroprozessor regelt den Autogasantrieb und stellt so eine schadstoffarme und wirkungsoptimierte Verbrennung im Motor sicher.

(Anklicken zum Vergrößern)
Weitere Informationen können Sie auch den Internetpräsentationen der Hersteller entnehmen.
Als Kraftstofftanks für Autogasfahrzeuge werden spezielle Autogastanks - im allgemeinen Stahlbehälter - verwendet, die mit entsprechenden Absperr- und Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet sind. Die Tanks können innerhalb des Fahrzeuges, z. B. in der Reserveradmulde im Kofferraum, oder als Unterflurtanks montiert werden. Autogas wird unter verhältnismäßig geringen Drücken von ca. 8 bar in flüssiger Form im Autogastank gespeichert (zum Vergleich: Erdgas ca. 200 bar). Dies ermöglicht schon mit relativ kleinen Autogastanks große Reichweiten. Mit den gängigen Tankgrößen lassen sich so z. B. je nach Fahrweise und Fahrzeugtyp (Seat, Skoda, Suzuki) problemlos 400 bis 600 Kilometer mit einer Tankfüllung zurücklegen.
- "Autogas und Erdgas im wissenschaftlichen Vergleich"
"Evaluierung alternativer Pkw-Antriebssysteme. CNG-, LPG- und Benzin betriebene Pkw im Vergleich" lautet der Titel einer Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V. (FfE) in München vom Dezember 2004. Lesen Sie die Ergebnisse der Studie
- Rechtliche Rahmenbedingungen für die Zulassung von Autogasfahrzeugen in Deutschland